Ep.11 - Ehrfurcht angesichts der Katastrophe
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00:00:15: Vorler wie von hinten, von oben wie von unten.
00:00:17: Von rechts wie von links.
00:00:20: Rattor Chiliub begrüßt euch zur elften Episode seines Podcasts.
00:00:25: Er forscht angesichts der Katastrophe.
00:00:28: Beginnen wir mit Patas!
00:00:30: Hier gewinnt der zu Beginn eingespielte Jingle eine vollkommen neue Dimension.
00:00:35: Von vorne wie von Hinten, von rechts wie vom Links und vor allem... ...von oben wie vorn unten.
00:00:56: Der two-tausendsechzehn verstorbener Roger Williamson schließt seine kleine nachgelassene Schrift, wer wir waren mit berührenden und bewegenden Gedanken ab.
00:01:08: Er spricht über die wenigen hundert Menschen, die außerhalb der Erdatmosphäre geatmet haben und führt in diesem Zusammenhang
00:01:16: aus.".
00:01:17: Zitat!
00:01:18: Nichts scheint die ersten Weltraumreisenden vorbereitet zu haben auf das was die Anschauung des Alls und der Erde im All in ihnen auslösen würde.
00:01:29: Demütig und poetisch haben sie sich dem quasi religiösen einer Erfahrung des Exterritorialen zu Stellen versucht, und wieder einen ersten Blick
00:01:40: geworfen.".
00:01:42: Einige haben für diese Erfahrung das alte Wort Ehrfurcht verwendet, haben im Angesichts der unendlich empfindlichen Hülle der Biosphäre von Respekt und Achtung vor der Schöpfung und der persönlichen Beziehung zum Heimatplaneten gesprochen.
00:01:59: Haben aus diesem Erleben ein Gefühl der Verantwortung abgeleitet und sich in einer tieferen Bedeutung als Erdenbürger erkannt?
00:02:10: Ich schwebte, als sei ich im Inneren einer Seifenblase, sagte der polnische Kosmonaut Miroslav Hermann Czewski.
00:02:20: Wie ein Säuglinge im Schoß der Mutter – in meinem Raumschiff bleibe ich immer das Kind der Mutter Erde!
00:02:27: Es gab Kosmonouten die auf ihre Reisemusik mitnamen aber zuletzt nur noch Kassetten mit Naturgeräusch nörten, Donnergrollen, Regen und Vogelgesang.
00:02:38: Andere hatten ein Gemüsebett im All und züchteten Hafererbsen, Rübenradieschen und Gurken.
00:02:44: Strichen mit der Handfläche beseelt über die frischen Pflänzien oder empfanden tiefe Trauer als Fische in einem Becken, die Reise nicht überstanden.
00:02:55: Am äußersten Ende der Exkursion zu den Grenzen des Erreichbaren – die technologische Rationalität Mit einer Meisterleistung krönend entdeckten sie das kreatürliche, das spirituelle und das moralische und kehrt zurück zum Anfang.
00:03:12: Zum Kind, zum Säugling der da liegt wie der zusammengekauerte Todesschläfer der letzte komplette Mensch.
00:03:21: seine Zukunft muss ihm unvorstellbar gewesen sein.
00:03:25: Sie ist es noch!
00:03:27: Ich habe die Daten die ich jetzt... Präsentiere nicht überprüfen können.
00:03:32: Sie werden mir KI-basiert ausgewiesen, sie scheinen allerdings überaus evident.
00:03:38: Weltweit sind bisher hunderttausende wissenschaftliche Artikel zum Klimawandel erschienen wobei die Zahl natürlich stark vom gewählten Suchzeitraum und den verwendeten Datenbanken abhängt.
00:03:51: Schätzungen und Analysen zeigen das enorme Ausmaß dieser Forschung.
00:03:57: Allein die vom Weltklimarad, IPCC seit nineteenhundert neunzig referenzierte wissenschaftliche Literatur umfasst weit über hundertsechzigtausend Publikationen.
00:04:11: Andere große Bibliometrieprojekte, die sich auf Klimafachzeitschriften konzentrieren verzeichnen allein für die vergangenen Jahrzehnte über hundertdreißig tausend wissenschaftlicher Artikel Stichwort Konsensstudien.
00:04:26: Bei der Auswertung von über eighty-tausend klimabezogenen Studien aus den Jahren, zwölf bis zweitausendzwanzig bestätigten über neunneinzig Komma Neun Prozent der begutachteten wissenschaftlichen Artikel Den Menschen gemachten Klimawandel.
00:04:44: Ich praktiziere heute in der elften Episode eine veränderte Regieführung und beginne mit dem Song, der mir am Herzen liegt bevor ich ihn kritisch kommentiere und hinterfrage.
00:04:55: Ich habe ihn im August zwei tausend, dreiundzwanzig getextet angesichts der Schlichtheit- und Verblödungsdimension typischer Mallehitz.
00:05:06: Ich wollte dieser gequirlten Scheiße etwas entgegensetzen.
00:05:10: vor wenigen Wochen hab' ich ihn vertont und präsentiere jetzt das musikalische Großereignis den Mallehit.
00:05:18: zweitausend sechsten zwanzig der Etwas Anderen Art.
00:05:23: Danach ist es mir fast gleichgültig, ob noch jemand zuhört.
00:05:27: Denn eigentlich ist mit wie er saßen im Café auch im Sinne Ruga Willemsons schon alles gesagt.
00:05:36: Wir saßen in dem Café und tranken klares Wasser.
00:05:42: wir fingen an zu grübeln Und hatten nicht zum Tee.
00:05:49: Zuletzt entstand der Eindruck wie sein Menschenhasser.
00:05:56: Zuletzt entstand der Eindruck, wir seien Menschen hasser.
00:06:03: Es waren nur drei schlichte Fragen und doch ging es um Kopf und Kragen.
00:06:10: kommt der Strom nur aus der Dose Und das Wasser aus dem Arm?
00:06:17: Die Freiheit zu bleiben und zu gehen Ist nicht nur leerer warm Der Strom nur ist die Dose Es nicht nur Lehrer waren wie von Malle Pink war Sommer übers Warme Meer.
00:06:48: Freitag, Samstag ist hier alles dicht Kommt doch alle her.
00:06:59: Leiler ist schon da und viele ihrer freier Hol' im Kopf doch in der Hose dicke Eier.
00:07:12: Ich kann nicht rufen, der Schulzer blendzt Lignis und fliege nach Korea.
00:07:16: Da ruft die Eva.
00:07:18: Die von Redekker bleibt doch alle hier Bleibt doch alle her, bleibt auch alle here.
00:07:26: Schulz denkt an Idee Mutter wird zum Tier Der Welt Von der wir leben.
00:07:42: Sind wir scheiße?
00:07:47: Der Welt von der Wir
00:07:54: leiten
00:07:56: uns zur Mahnung Und die Vergnügen werden schal.
00:08:40: Sankt Florian wird uns schon retten.
00:09:57: Die Hintergründe zu diesem Song werden in einer weiteren Episode aufgearbeitet.
00:10:03: Heute werden sie nur angedeutet und in den Kontext eines touristischen Vandalismus gestellt.
00:10:33: angesichts eines postmodernen Individualisierungswarns mit einem Zitat des englischen Lyrikas und Dramatikers T.S.
00:10:43: Eliot ein Ja, wir wussten viel und fühlten wenig.
00:10:49: Wir durften es nicht fühlen Und hörten doch T. S. Eliot Fragen Where is the wisdom we lost in knowledge?
00:11:03: Hörten es und häuften noch mehr Informationen auf.
00:11:07: Als bereuchten wir einen neuen Klimabericht, einem neuen Schadensbericht über die Weltmeere den Regenwald, die grassierende Armut.
00:11:16: aber aus all den Fakten ist keine Praxis entsprungen, die auf der Höhe der drohenden Zukunft wäre.
00:11:25: In einem schon acht Jahre alten Zeitbeitrag Die Hölle am Himmel von Nadine Ahr Direkt Asendorf und Petra Pinzler.
00:11:34: Aus dem Jahre, zwei Tausend Achtzehn wird der mit dem Flugverkehr verbundene Ausstoß von CO-Zwei als zu vernachlässigendes Quantum gesehen – drei Prozent aller weltweiten Emissionen!
00:11:48: Aber sie weisen darauf hin, dass das ausgeschlossener CO-zwei lange nicht das einzige Problem sei….
00:11:56: Die Stickoxide All die anderen Stoffe, Ariosole, Ruhus, Kohlenmonoxid verursachen in der Höhe eine Nebenwirkung, die von den Atmosphärenforschern die große Unbekannte genannt wird und die weltum spannende, wärmende Decke befeuert.
00:12:14: Die Unbekante ist eine Schönheit die Begleiterin des guten Wetters.
00:12:19: oft sieht sie aus wie gemalt.
00:12:21: Fachleute haben Sie im vergangenen Jahr Homo mutatus getauft Nichtfach-Leute sagen Kondensstreifen.
00:12:30: In großer Höhe, dort wo Flugzeuge fliegen ist es sehr kalt bis minus fünfzig Grad Celsius.
00:12:37: Die Luft erreicht oft eine Feuchtigkeit von nahezu hundert Prozent.
00:12:41: trotzdem gibt es normalerweise dort oben keine Wolken.
00:12:46: Es fehlen jene Partikel um die herum sich die ersten Tröpfchen bilden könnten.
00:12:52: Die liefert erst das Abgas der Flugzeuge und so entstehen Wolken in einer Höhe, in der sie sonst eben nicht vorkommen.
00:13:00: Manchmal bleiben die Konsensstreifen nur für Sekunden am Himmel, manchmal für Stunden, manchmal sogar für Tage.
00:13:08: Diese künstlichen Wolken stehen im Verdacht, die Erde aufzuheizen anders als normale Wolken Die Erde abkühlen, die Kondensstreifen wirken offenbar genauso wie das Treibhausgas CO-Zwei selbst.
00:13:22: Wahrscheinlich ist, sagt Zahnatmosphärenforscher am Karlsruhe Institut für Technologie, dass der Flugverkehr stärker für den Klimawandel verantwortlich ist als der reine CO-Ausstoß vermuten
00:13:36: ließe.".
00:13:37: Der wahre Wert könnte bis zu dreimal höher sein, damit wäre der Effekt den der Flugverkehr verursacht.
00:13:44: Größer als der gesamte Kohlendioxidausstoß Indians des drittgrößten CO-Zweih für Ursachers der Welt!
00:13:53: Where is the wisdom we lost in knowledge?
00:14:00: Aus den vielen von mir registrierten bzw.
00:14:04: referierten Artikeln zum Klimawandel greife ich willkürlich einen weiteren heraus, er erschien ebenfalls in der Zeit.
00:14:14: Zur Grunde liegt eine Befragung des Mobilitätsforschers Andreas Gnie über die Folgen des billigen Fliegens am Boden und in der Luft.
00:14:24: Allein der Titel verheißten nichts Gutes – In der Luft ist noch Platz leider!
00:14:30: Es ist die Antwort auf die Frage, ob der Himmel über Deutschland noch mehr Flieger verkraften würde.
00:14:35: Die Zeit bittet Andreas Knie den Zusatz leider zu erläutern.
00:14:43: Wegen des Klimas.
00:14:44: So sehr ich es als Soziologe begrüße, wenn die Menschen die Welt kennenlernen so sehr bin ich auch protestant.
00:14:51: Wir müssen die Zahl der Flüge pro Mensch deckeln.
00:14:54: Es geht auf Dauer nicht dass die Leute dreimal pro Monat nach Mallorca fliegen oder mal eben nach Mexiko oder Tokio jetten.
00:15:03: Ein weiterer Ausbau der Flugkäfen wäre also bequem für die Passagiere aber ein falsches Zeichen.
00:15:10: Andreas Knie argumentiert genädig oder doch viel mehr naiv.
00:15:16: Zitat, es gibt eine Generation die mit Ryanair und EasyJet groß geworden ist, die wird begreifen müssen dass sie eine unglaubliche Ausnahmesituation erlebt hat, die zu sehr auf Kosten der Umwelt geht.
00:15:30: diese Leute müssen ihr Verhalten ändern aber dazu sind Menschen durchaus in der Lage.
00:15:37: Realistische erscheinen die Hinweise im oben erwähnten Artikel, Die Hölle am Himmel.
00:15:42: Seit Jahren beobachtet Michael Kramer Verkehrspolitiker mit Sitz für die Grünen im Europaparlament, wie der Flugverkehr zunimmt, wie er immer günstiger wird.
00:15:53: Dabei so kramer wäre es so einfach wer viel CO-Zweib produziert müsste eben auch viel zahlen.
00:16:01: Die Wirklichkeit ist das exakte Gegenteil.
00:16:03: Der deutsche Staat verzichtet bei Auslandsflügen auf die Mehrwertsteuer, kassiert sie aber bei Bahntickets und an Tankstellen.
00:16:11: Auch eine Kerosinsteuer gibt es nicht eine Mineral-Ölsteuer für Autos schon.
00:16:17: Fliegen ist nur deshalb so erschwinglich, weil der Staat es unterstützt, weil er die Schäden ignoriert, die das Fliegen
00:16:26: anrichtet.".
00:16:28: Die hier angeführten journalistischen Belege für die Folgen eines ausufernden touristischen Endzeitverhaltens – das anmutet wie der Tanz auf dem Vulkan stammen allesamt aus dem Jahr.
00:16:41: Seither sind ungezählte weitere Beiträge zur Klimakadastrophe hinzugekommen.
00:16:47: Ich dame selbst aus dem Ahrtal, der vierzehnte Juli-Zweitausendundzwanzig hat sich noch nicht tief genug eingebrannt und ist noch nicht tiefe genug eingesickert in das Bewusstsein der Allgemeinheit – die Katastrophen eher selektiv von der Fernsehcouch aus
00:17:04: konsumiert.".
00:17:06: Drei Jahre vor der Artalkatastrophe, aber fast sechzig Jahre nachdem der Club of Room den damals noch drohenden Klimawandel und eine zunehmende Ressourcenknappheit auf die öffentliche Agenda hob, lädt Anne Will zum Talk.
00:17:23: Und Julia Klöckner, damals noch Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel.
00:17:29: Und Andreas Pinkwart, damals Wirtschaftsminister in NRW offenbaren das komplette Disaster eines Problembewusstseins zu den aufgeworfenen Fragen.
00:17:41: Vor allem entblödete sich Pinkwart insbesondere dabei nicht, der Oma den preiswerten Mobilitätsluxus per Flieger zur Dumpingpreisen zuzugestehen – das habe etwas wortwörtlich zitiert mit Demokratisierung eines einstigen Privilegs der Reichen und Wips zu tun.
00:18:06: Der Appell, endlich damit aufzuhören sich die Synapsen mit Kerosin zuzuschütten und vor allem so zu reden als hätten Massen von Touristen, die ja auch Wähler sind einem den klaren Verstand vernebelt wird damals wie heute mit dem Argument gekonnt hat man sei hier nur die Stimme des Volkes.
00:18:29: Auf diese Weise, so Roger Willimsen, aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn, laufen wir uns hinterher und nicht voraus.
00:18:38: Sind also in diesem Moment gleichzeitig die, die wir gewesen sein werden?
00:18:43: Und ebenfalls jene, die nicht in der Lage sind auf die eigene Höhe zu gelangen?
00:18:50: Denn was ehemals die Privilegien der Reichen- und der WIPS waren, das steht heute einem jeden und einer jeden zu die das nötige Kleingeld haben, wunderschöne Homo mutati, pardon, Kondensstreifen an den Himmel zu zaubern.
00:19:09: Und man glaubt es kaum!
00:19:10: Selbst jene, die zu den Ärmsten der Armen gehören, gehen ja heute auf die Reise, weil ihnen die Bleibefreiheit genommen wird und sie ihr Heil in den noch gemäßigteren Klimazonen suchen müssen….
00:19:27: Da bleibt einem wieder einmal nichts anderes übrig, als mit dem schon in der ersten Episode zitierten Max Liebermann festzustellen – Ich kann ja nicht so viele fressen wie ich kotzen möchte.
00:19:44: Aber damit mag ich heute nicht enden!
00:19:58: Wir fingen an zu grübeln und hatten nicht zum Tee.
00:20:05: Zuletzt entstand der Eindruck, wir seien Menschenhasser!
00:20:19: Es waren nur drei schlichte Fragen.
00:20:22: Und doch ging es um Kopf und Kragen.
00:20:26: Kommte Strom nur aus der Dose und das Wasser aus dem Hand.
00:20:32: Und die Freiheit zu bleiben und zu gehen, ist
00:20:36: nicht nur Lehrerwahn.
00:20:40: Der Strom nur aus der Dose und das Wasser aus dem Haar.
00:20:46: Die Freiheit zubleiben und zugehen, is'n nicht nur Lehrerwahn!
00:20:53: Der Rief von Malle Pink war Sommer übers Warme
00:21:04: Meer.
00:21:04: Freitag, Samstag ist hier alles dicht Kommt doch alle her Und viele ihrer Freier Hol' im Kopf doch in der Hose dicke Eier.
00:21:28: Ich
00:21:28: kann nicht.
00:21:28: ruft er Schulz, hab Lenz Sickness und Fliegen nach Korea.
00:21:32: Da ruf die Eva Die von Redekker bleibt doch alle hier Bleibt doch alle her, bleibt doch all here.
00:21:42: Herr Schulz denkt an Medea Bevor.
00:21:46: die Mutter
00:21:47: wird
00:21:47: zum Tier.
00:21:52: Der Welt, von der wir leben sind wir scheißegal!
00:22:09: Doch Hitze fluten
00:22:11: geraten uns zur Mahnung und die Vergnügen werden schal.
00:22:16: Im Mathal hat man davon
00:22:18: eine
00:22:18: Ahnung, Ahnung Kleber auf den Sack, Auf den Sacks Sankt Florian, würd uns schon retten und schreiten.
00:23:13: So sag, so sag,
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